Nach der Niederlage der spanischen Republik flohen die österreichischen Interbrigadisten nach Frankreich, wo sie zunächst in Lagern interniert wurden. Während die meisten in der Folge in deutschen Konzentrationslagern landeten, konnten einige zurück in die Sowjetunion gehen, wo sie seit der Ausschaltung der Demokratie in Österreich nach den Februarkämpfen 1934 gelebt und Familien gegründet hatten.
Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion im Juni 1941 meldeten sich viele für Einsätze als Partisanen bzw. Kundschafter hinter den deutschen Linien. So flogen im Sommer 1944 mehrere Gruppen mit Flugzeugen aus der Sowjetunion in das befreite Partisanengebiet um Črnomelj in Slowenien. Dort baute eine Gruppe rund um den Tiroler Bergbauern Max Baier im November 1944 das I. Österreichische Bataillon auf. Eine andere Gruppe ehemaliger Spanienkämpfer marschierte von dort weg auf die Koralm bzw. ins slowenisch-steirische Grenzgebiet, wo sie in den Reihen der slowenischen Befreiungsfront bzw. als „Österreichische Freiheitsfront – Kampfgruppe Steiermark“ für die Befreiung Österreichs kämpften.
Diese Geschichte des Widerstands von Österreichern in Slowenien wollen wir uns im Rahmen einer Exkursion in die Bela krajina mit Ernst Kaltenegger anschauen.
Wir werden dabei unter anderem
- nach Tribuče, dem Ort wo das Österreichische Freiheitsbataillon gegründet wurde,
- nach Črnomelj, dem Hauptort der Bela krajina und jener Ort, wo im Februar 1945 der Slowenische Volksbefreiungsrat, der Vorläufer der späteren Parlaments, gegründet wurde,
- zum Partisanenkrankenhaus Topolovec im Dorf Črešnjevec bei Semič,
- zum Partisanenflugplatz Otok und
- zur Baza 20, dem Sitz der Führung des slowenischen Widerstands im Kočevske rog fahren.
Wir organisieren diese Exkursion privat – d.h. wir wollen mit mehreren PKWs fahren. Das bedeutet, wir brauchen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit dem Auto fahren würden. Sollten sich nur BeifahrerInnen anmelden, können wir logischerweise nicht fahren.
Zwecks Organisation bitte ich daher um Zusage/Kontaktaufnahme bis Freitag, 17. April an heimo.halbrainer@clio-graz.net