22/09/2025

Mit dem aktuell ausgeschriebenen Fördercall "Baukultur" spricht das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die breite Akteursebene der Baukulturpraxis an. Aufgeteilt in zwei Fördergruppen sollen u.a. sowohl baukulturelle Aspekte in der Phase 0 verankert als auch der Wissenstransfer baukultureller Prinzipien unterstützt werden. 

Noch bis 30. September 2025 können Förderanträge eingereicht werden. Die Ausschreibung wird von der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen unterstützt.

22/09/2025
©: Redaktion GAT

Baukultur ist ein langfristiges und wirksames Instrument für Klimaschutz, Lebensqualität, Wohnraum, Gesundheit und Wohlstand der gesamten Bevölkerung. Der Bund ist sich seiner baukulturellen Verantwortung bewusst und setzt sich für eine nachhaltige und vorausschauende Raumentwicklung ein. Hierfür wurde eine Baukultur-Koordinierungsstelle etabliert, die als bundesweite Drehscheibe zur Qualitätsförderung in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteur:innen agiert.

Gefördert werden Prozesse und Projekte zur zukunftsgerichteten und qualitativ differenzierten Gestaltung von Gebäuden, Quartieren, Siedlungen, Städten, Dörfern, Landschaften, Straßen und Infrastrukturbauten. Ebenfalls von der Förderung umfasst sind Bildungsformate in Form von baukulturellen Lehrgängen. Im Rahmen dieses Calls werden bis zu EUR 400.000 ausgeschüttet.

Fördergegenstand 1: Förderung qualitätssichernder Prozesse wie Phase-0, Beteiligungsprozesse, Wettbewerbe und Etablierung von Planungs- und Gestaltungsbeiräten
Fördergegenstand 2: Förderung von Kompetenzerweiterungen mit Schwerpunkt im Bereich der Politik, Verwaltung und Planung

Zielsetzung: 

  • Innenentwicklung vor Außenentwicklung;
  • Verbindung von gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten;
  • Stärkung von ortsspezifischen Besonderheiten, Förderung und Belebung von Orts- und Stadtkernen, Leerstandsaktivierung und Berücksichtigung der Wohnbedarfssituation und sozialen Infrastruktur in Orts- und Stadtkernen;
  • Stärkung der regionalen, wirtschaftlichen Entwicklung durch langlebige und qualitätsvoll gestaltete Außenräume, Hochbau und Infrastruktur;
  • nachhaltig entwickelter, leistbarer Wohnraum als Grundbedürfnis durch Quartiersentwicklungen, Mustersanierungen sowie Leerstands- und Brachflächennutzungen;
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen und des Ressourcenverbrauchs durch den Einsatz von Instrumenten der Baukultur, mit Fokus auf Bestandserhalt und Sanierung;
  • Bodenschutz durch Schwerpunktsetzung auf Bestandserhalt sowie Bestands- und Brachennutzung;
  • verbesserte Prüfung und Planung von künftigen bzw. möglichen Nutzungen (z. B. Wohnen, Betriebe etc.) in Bestandsgebäuden, auf Brachflächen und untergenutzten Arealen;
  • Auseinandersetzung mit traditioneller und neuer Ästhetik, Kulturtechniken und Werten der gebauten Umwelt; Einsatz von Materialien, Ressourcen und Standards im Hinblick auf Suffizienz, Kreislauffähigkeit, Rückverfolgbarkeit und Verantwortung;
  • Stärkung des öffentlichen Raums sowie des Freiraums unter Berücksichtigung von Nutzungsdiversität, Mitgestaltung, aktive Mobilität, Infrastruktur und Klimawandelanpassung;
  • Verstärkte Berücksichtigung von Gleichberechtigung beim Raumzugang und bei der Raumnutzung;
  • Verbesserung des Umgebungsschutzes und Pflege der Kulturlandschaft;
  • Vernetzung und Wissensvermittlung im Bereich Baukultur;
  • Verantwortungsvolle Investitionen für eine zukunftsgerichtete Entwicklung;
  • Qualitätsorientiertes und effizienteres Bauen.

Zielgruppen:

  • Städte und Gemeinde sowie ihre Einrichtungen,
  • Körperschaften und Anstalten öffentlichen Rechts,
  • Vereine, Institutionen, Unternehmen oder sonstige juristische Personen mit Sitz in Österreich,
  • Natürliche Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft oder ständigem Wohnsitz in Österreich.

>>> weitere Informationen und die Ausschreibung des Calls entnehmen Sie bitte folgendem Link: www.bmwkms.at

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