Wem gehört die Straße? Der Kampf um öffentlichen Raum in der Mobilitätswende
Termin: Mi, 3. Juni 2026, 18-20 Uhr
Ort: Architekturzentrum Wien - Galerie, Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Eintritt frei
Emilia Bruck (dérive) im Gespräch mit Vic Gabriel (mobyome), Benjamin Herr (FORBA/Universität Wien) und Christoph Schwarz (Initiative Gürtelliebe)
Die Veränderung unserer Mobilität bietet großes Potenzial: Weniger Autoverkehr, höhere Öffi-Nutzung und mehr aktive Fortbewegung mit dem Rad und zu Fuß verbessern nicht nur die CO2-Bilanz; sie schaffen auch Platz für kühlende Begrünung und für vielfältige Nutzungen des Straßenraums in allen Teilen der Stadt. Doch trotz wissenschaftlicher Evidenz bremsen tief verankerte Mobilitätsgewohnheiten und ein autonormatives Selbstverständnis die notwendige Veränderung aus, wie auch der aktuelle Mobiltätsbericht der Stadt Wien zeigt. Unter die Räder kommen dabei vor allem vulnerable Gruppen: Kinder und ältere Menschen, Radfahrer:innen, Essenslieferanten mit ihren E-Mopeds, Anrainer:innen an verkehrsbelasteten Straßen wie dem Wiener Gürtel. Die Frage der Mobilitätswende ist eine zutiefst soziale Frage. Wie gestalten wir eine faire Mobilität, die den Bedarf nach Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum berücksichtigt und ein sicheres und gesundes Leben für alle ermöglicht? Welche Potenziale schlummern in der Straße als öffentlicher Raum und was gibt es zu gewinnen, wenn Nutzungsvielfalt auf unseren Straßen einkehrt?